Was tun, wenn ich Punkte in Flensburg habe?

Wer mit dem Auto zu schnell unterwegs ist, eine rote Ampel überfährt oder mit dem Handy am Steuer telefoniert und sich dabei erwischen lässt, kassiert Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Alle Fahrer, die schwer gegen das deutsche Verkehrsrecht verstoßen, bekommen diese Akte in Flensburg, die vom Kraftfahrtbundesamt verwaltet wird. 

Jeder Verkehrsverstoß wird mit speziellen Maßnahmen sanktioniert. Diese reichen von Bußgeldern über Punkte in Flensburg bis hin zu einem Fahrverbot. Punkte gibt es für Verstöße, die eine Gefährdung der Sicherheit im Straßenverkehr bedeuten und mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 60 Euro belegt werden.

Wer vier Punkte angesammelt hat, erhält eine kostenpflichtige schriftliche Ermahnung, bei sechs Punkten gibt es die nächste kostenpflichtige Verwarnung. Beim achten Punkt ist der Führerschein weg. Anders als beim vorübergehenden Fahrverbot bekommen Fahrer ihn auch nicht ohne Weiteres zurück. Eine Neubeantragung ist frühestens nach Ablauf einer Sperrfrist von sechs Monaten möglich. Eine positive medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) ist dazu zwingend erforderlich, um die Fahrerlaubnis zurückzubekommen.

Ihren Punktestand in Flensburg können Fahrer kostenlos auf verschiedenen Wegen erfragen:

  • Persönlich beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg oder bei der Dienststelle in Dresden

  • Auf dem Postweg mit einem ausgefüllten Antrag

  • Online mit der Ausweis-App 

Wer acht Punkte hat, gilt als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, die Fahrerlaubnis wird eingezogen. Glücklicherweise verfallen die Punkte aber nach einer festgesetzten Frist. Mit einer freiwilligen Teilnahme an einem Fahreignungsseminar können Fahrer überdies auch selbst aktiv Punkte abbauen.

Punkteabbau und Fahreignungsseminare

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Wer acht Punkte im Fahreignungsregister hat, ist seinen Führerschein los. Einem drohenden Führerscheinentzug wegen zu vieler Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung können Fahrer in Deutschland entgehen, indem sie aktiv Punkte in Flensburg abbauen. 

Ganz langsam, aber sicher bauen sich Punkte in Flensburg von alleine ab. Je nach Verstoß dauert das bei einem Punkt zweieinhalb Jahre bis hin zu zehn Jahren bei drei Punkten für schwere Straftaten. Fahrer, die freiwillig ein Fahreignungsseminar absolvieren, können unter Umständen selbst Punkte abbauen. Um diese Möglichkeit zu nutzen, dürfen sie aber nicht mehr als fünf Punkte in Flensburg angesammelt haben. Außerdem darf man nur einmal alle fünf Jahre an einem sogenannten Punkteabbauseminar teilnehmen und damit ihr Punktekonto um einen Punkt reduzieren. Diese Seminare sind kostenpflichtig und kosten zwischen 200 und 400 Euro. 

Wie das Fahreignungsregister funktioniert

Wer möglichst schnell Punkte in Flensburg abbauen und nicht warten will, bis sie von selbst verfallen, kann an einem Fahreignungsseminar teilnehmen und damit sein Konto um einen Punkt reduzieren. Diese freiwillige Maßnahme ist zurzeit die einzige Möglichkeit, aktiv Punkte im Flensburger Fahreignungsregister abzubauen. 

Allerdings ist die Teilnahme nur alle fünf Jahre und auch nur dann möglich, wenn der Teilnehmer bis dahin maximal fünf Punkte angesammelt hat. Bei sechs oder mehr Punkten auf dem Flensburger Konto besteht diese Möglichkeit nicht mehr.

In dem Fahreignungsseminar, umgangssprachlich: Punkteabbauseminar, lernen die Teilnehmer, wie sie künftig Fehler vermeiden. Die Fahrer werden mit Verkehrsunterricht und verkehrspsychologischen Maßnahmen für ihr Fehlverhalten sensibilisiert. 

Der pädagogische Teil findet in der Regel in Gruppensitzungen statt und umfasst zweimal 90 Minuten. Die Aufklärung über Verkehrsregeln und Gefahrensituationen steht hier im Mittelpunkt. Den verkehrspsychologischen Teil absolvieren die Teilnehmer allein. Er besteht aus zwei Sitzungen, die jeweils 75 Minuten dauern. Hier analysieren die Teilnehmer ihr Verhalten und entwickeln Strategien, um ihr Verhalten zu verbessern. In beiden Teilen sind überdies Hausaufgaben zu erledigen. 

Fahrschulen, TÜV und Dekra bieten ganzjährig Fahreignungsseminare an.

Wann Punkte verfallen

Für grobe Ordnungswidrigkeiten oder sogar Straftaten im Straßenverkehr gibt es Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Bei acht Punkten in dieser Verkehrssünderkartei ist der Führerschein weg. Die gute Nachricht: Der Strafpunktestand lässt sich nicht nur aktiv mit dem Besuch eines Fahreignungsseminars reduzieren, die Punkte verfallen mit der Zeit sogar von ganz allein.

Für diesen automatischen Punkteabbau gelten feste Fristen, die sich nach der Schwere der Verfehlung richten. Für eher geringfügige Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr gibt es einen Punkt in Flensburg. Dieser verfällt bereits nach zweieinhalb Jahren wieder. Bei schweren Straftaten, die drei Punkte mit sich bringen, dauert es hingegen ganze zehn Jahre, bis sie von allein verfallen. 

  • 1 Punkt verfällt automatisch nach 2,5 Jahren

  • 2 Punkte verjähren nach 5 Jahren

  • 3 Punkte werden nach 10 Jahren gelöscht

Übrigens, anders als früher verfallen die Punkte nach diesen starren Fristen auch, wenn neue Punkte für neue Verfehlungen hinzukommen. 

Achtung, Überliegefrist: Verkehrssünder, die kurz vor der Acht-Punkte-Marke stehen, haben keine Möglichkeit zu tricksen, um ihren Führerschein zu behalten. Denkbar wäre etwa, dass sie laufende Bußgeldverfahren in die Länge ziehen, sodass in der Zwischenzeit „alte“ Punkte verfallen und sie damit mit der Strafe für das neue Vergehen unterhalb der Grenze bleiben. Gelöschte Punkte bleiben aber noch ein ganzes Jahr lang in der Akte stehen (Überliegefrist), sodass für die Behörden sichtbar wäre, dass sie zum Zeitpunkt des Verkehrsverstoßes noch da waren.